Qualitätsmanagement am Paul-Ehrlich-Berufskolleg
Ausgehend von Erwartungen seitens der Schülerschaft, der Eltern, der Betriebe und der Kooperationspartner realisieren wir vor dem Hintergrund gesetzlicher, gesellschaftlicher und sozio-ökonomischer Rahmenbedingungen Ergebnisse, die wir an der Zufriedenheit unserer Zielgruppen messen. Unsere Erfolgsindikatoren sind vor allem die geleistete Berufsorientierung und der bewältigte Berufseinstieg, die erfolgreiche Berufsausbildung, der erreichte angestrebte Schulabschluss, die Persönlichkeitsentwicklung während der Schulzeit, die soziale Integration und die Arbeitsgesundheit aller Mitarbeitenden.
Der Referenzrahmen Schulqualität zeigt dabei auf, was in zentralen Inhaltsbereichen und Dimensionen unter Schulqualität verstanden wird.
Wir verstehen unser Qualitätsmanagementsystem als ein auf das gesamte Berufskolleg bezogenes Organisationsverfahren, das es uns ermöglicht, die gesetzten Ziele und die zu erfüllenden Aufgaben im Qualitätskreis nach dem Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung zu realisieren.
Das QM-System besteht aus den Bausteinen
Leitziele
Leitziele der Schule
Die Leitziele konzentrieren den Qualitätsanspruch der Schule. Sie sind in vier Qualitätsbereiche gegliedert.
Inputqualitäten
Sie umfassen die schulischen Rahmenbedingungen.
- Wir verfügen über ein vielfältiges Spektrum an Kompetenzen und setzen diese entsprechend unserer Persönlichkeiten differenziert ein.
- Wir erweitern kontinuierlich unsere Handlungsfähigkeiten in allen Kompetenzbereichen.
- Wir gewährleisten Qualitätsentwicklung und -sicherung durch die Bereitschaft zu ständiger Fortbildung.
- Wir bieten Schüler/-innen eine umfassende Beratung bezüglich ihrer schulischen und außerschulischen Situationen.
Prozessqualitäten Schulorganisation
Sie umfassen die Aufbau- und Ablauforganisation.
Alle am Schulleben Beteiligten haben einen Anspruch auf Lern- und Arbeitsbedingungen, die ihre Zukunftsperspektiven und ihre Lebensqualität fördern.
Die gemeinsamen Bemühungen haben das Ziel, das Schulklima, die Integration und die Partizipation so zu gestalten, dass die persönliche Zufriedenheit und Gesundheit unterstützt werden.
Wir fördern die konstruktive Zusammenarbeit zwischen allen am Schulleben Beteiligten.
Das Kollegium versteht sich als Team, in dem Kollegialität, Streitkultur und Gemeinschaftssinn gepflegt werden.
Prozessqualitäten Unterricht
Sie umfassen die Umsetzung des Bildungsauftrages.
- Soziales Lernen ist ein integraler Bestandteil unserer unterrichtlichen Arbeit. Dazu gehören die Förderung sozialen Verhaltens und die Einhaltung gemeinsamer Verhaltensgrundsätze.
- Das vertrauensvolle Miteinander zielt auf ein positives Lernklima, in dem Transparenz hergestellt wird, ab.
- Unsere Schüler/-innen sollen zu verantwortungsbewusstem Verhalten den Mitmenschen, der Umwelt und sich selbst gegenüber erzogen werden.
- Wir arbeiten interdisziplinär und entwickeln Unterricht unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Veränderungen und des Strukturwandels in der Region.
- Die Wahl der Unterrichtsmethoden richtet sich nach den Bedürfnissen der Schülerschaft sowie den bildungsgangspezifischen Anforderungen.
- Wir vermitteln fachliche und soziale Kompetenzen, die zur beruflichen Qualifizierung beitragen und Voraussetzungen schaffen, die vielfältigen Anforderungen in der modernen Gesellschaft bewältigen zu können.
Outputqualitäten
Sie umfassen den Schul- und Laufbahnerfolg.
- Wir sichern unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen die Qualität und die Lernergebnisse durch die Vereinbarung von Standards und die Vergleichbarkeit von Leistungsnachweisen.
- Wir evaluieren in regelmäßigen Abständen die Qualität.
Das Leitbild unserer Schule finden Sie in unserem A – Z.
Unser Schulprogramm enthält die Bestandteile
- Schuldarstellung,
- Stand der Schulentwicklung und
- Aktuelle Entwicklungsvorhaben und Herausforderungen.
Es zeichnet unser pädagogisches Grundverständnis sowie konkrete Maßnahmen zur Umsetzung unseres Leitbildes und aktueller Schulentwicklungsvorhaben.
Unser aktuelles Schulprogramm finden Sie in unserem A – Z.
Aufbauorganisation
Die Aufbauorganisation dient der qualitativ hochwertigen Erfüllung des Bildungsauftrages und der Erreichung der schulinternen Leitziele. Sie stellt mittels OrganigrammUnser Organigramm finden Sie unter unser A – Z und Stellenbeschreibungen sicher, dass die Arbeitsabläufe durch das Zusammenwirken der Mitarbeitenden sachlogisch koordiniert werden.
Das Organigramm veranschaulicht mit grafischen Mitteln die Aufgabenverteilung und die Kommunikationsbeziehungen der Funktionsbereiche. Grundsätzlich werden bildungsgangbezogene und bildungsgangübergreifende Aufgaben unterschieden.
Leitidee der Aufbauorganisation ist die Gliederung der Funktionen in die drei Arbeitsebenen:
- Schulleitung,
- Bereichsleitung und
- Koordination.
Die erste Arbeitsebene in den bildungsgangbezogenen Bereichen ist der Bildungsgang mit der Funktion Bildungsgangkoordination, in dem alle Lehrkräfte gebündelt sind, die in dem Bildungsgang arbeiten.
Auf der zweiten Arbeitsebene werden die Bildungsgänge eines Berufsfeldes bzw. eines erreichbaren Schulabschlusses in der Funktion einer Bereichsleitung gebündelt.
Im bildungsgangübergreifenden Bereich werden wichtige Querschnittsfunktionen der ersten Arbeitsebene in den Bereichen Schulverwaltung und Unterrichtsentwicklung als zweite Arbeitsebene gebündelt.
Die dritte Arbeitsebene bildet die Schulleitung, welche die Gesamtverantwortung wahrnimmt.
Die Stellenbeschreibungen konkretisieren die Aufbauorganisation, indem sie:
- die Funktionen in den Gesamtaufbau einbinden,
- das Ziel der Funktionen umreißen,
- die Aufgaben näher beschreiben,
- die Anforderungen an die Funktionen darlegen und die Stellvertretung der Stelle sichern.
Das OrganigrammUnser Organigramm finden Sie unter unser A – Z ist Teil der Aufbauorganisation unseres Berufskollegs. Es veranschaulicht mit grafischen Mitteln die Aufgabenverteilung und die Kommunikationsbeziehungen der Funktionsbereiche. Es soll Ihnen einen Überblick über die Tätigkeitsschwerpunkte unseres Berufskollegs geben und die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner erleichtern. Bei Rückfragen hilft das Schulbüro gerne weiter.
Ablauforganisation
Die Ablauforganisation koordiniert die Aufgaben funktionell, sachlich und zeitlich. Dazu wird ein Prozessmanagementsystem eingesetzt, dass unsere Arbeitsabläufe gliedert, beschreibt und mit zugehörigen Dokumenten versieht.
Zur Prozessbeschreibung werden grafisch aufbereitete Flussdiagramme und verbal formulierte Prozessablaufbeschreibungen eingesetzt, aus denen die beteiligten Stellen bezüglich ihrer Beteilungsart und ihrem Beteiligungsgrad hervorgehen. Die Prozesse werden durch
- Arbeitsablaufbeschreibungen,
- Checklisten,
- Formulare und
- Hintergrundinformationsmaterial (Rechtsgrundlagen, Verordnungen, Vereinbarungen
konkretisiert.
Das Prozessmanagement wird mit der Managementsoftare „QM-Basic education exellence“ der Firma Binner IMS, Hannover realisiert. Die Software ermöglicht einen unmittelbaren vernetzten Zugriff auf alle Elemente der Prozessablaufbeschreibungen und eine integrierte Dokumentenlenkung und -verwaltung.
grundlegendes Arbeitskonzept
Das grundlegende Arbeitskonzept stellt effektives, teamorientiertes und evaluiertes Arbeiten in unserem Berufskolleg sicher. Es beruht auf den Prinzipien der Arbeit im Qualitätskreis, der Zielorientierung, des methodengeleiteten Vorgehens, der Dokumentation und der konstruktiven Kommunikation.
Das grundlegende Arbeitskonzept beschreibt die Basis der operativen Zusammenarbeit und beinhaltet die Instrumente:
Arbeiten im Qualitätskreis:
Jedes Vorhaben wird als Prozess betrachtet, der als solcher schrittweise verbessert werden kann (Planung, Umsetzung, Überprüfung, Verbesserung).
Leitungsverständnis und Delegation von Verantwortlichkeiten:
Die wahrzunehmenden Aufgaben sind mit unserer Aufbauorganisation systematisch dargestellt und werden eigenverantwortlich bearbeitet.
Zielvereinbarung:
Schulentwicklungsziele werden auf und zwischen allen Arbeitsebenen unseres Berufskollegs gefunden und zur Erreichung verbindlich vereinbart.
Kommunikation und Kooperation:
Wichtige Grundprinzipien der Kommunikation und der teamorientierten Zusammenarbeit sind vereinbart.
Moderierte Arbeitssitzungen:
Arbeitssitzungen werden in der Regel nach den Prinzipien der Moderation durchgeführt.
Dokumentation und Controlling:
Die Erreichung der vereinbarten Schulentwicklungsziele wird mit dem Einsatz von Projektplänen, Protokollen und Arbeitsplänen dokumentiert und durch Bilanzierungsgespräche begleitet.
Standards
Standards konkretisieren die Leitziele und machen sie operationabel. Sie dienen als Indikatoren zur Erreichung der Leitziele.
Die Formulierung und Festlegung von Mindeststandards ergeben sich zum einen aus rechtlichen Rahmenbedingungen und Ansprüchen sowie aus mitwirkungsorientierter Beteilung des Kollegiums. Die Einhaltung der Mindeststandards wird durch regelmäßigen Einsatz verschiedener Evaluationsinstrumente unter Mitwirkung aller am Schulleben Beteiligten gemeinsam festgestellt.
Qualitätshandbuch
Das QM-Handbuch erläutert, wie die Sicherung und Entwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität (Leitziele) nachhaltig erreicht und sichergestellt werden.
Dazu bescheibt das QM-Handbuch die Arbeitsweise des Qualitätsmanagements zur Erreichung der Leitziele. Es legt die Elemente des Qualitätsmanagementsystems des Paul-Ehrlich-Berufskollegs dar, bescheibt die Funktionsweise des QM-Systems und verweist auf mitgeltende Unterlagen.
Evaluationen am Paul-Ehrlich-Berufskolleg
- klar auf einen definierten Gegenstand bezogen sind.
- i.d.R. von externen oder internen Experten durchgeführt werden.
- anhand festgelegter und offengelegter Kriterien bewertet werden.
- die Informationsgewinnung auf empirischer Datenerhebung gründen.
- die Informationsbewertung systematisch anhand bestimmter Regeln durchführen.
Qualitätsanalyse des Landes NRW (05.2011)
Landesprogramm Bildung und Gesundheit (IQES-Screening)
IQES ist ein Befragungs- und Auswertungstoll des Landesprogrammes Bildung und Schule (BUG). Das IQES-Wirkungsmodell einer guten und gesunden Schule unterstützt eine unterrichtszentrierte Qualitätsentwicklung, welche die Lehrpersonen für ihre anspruchsvollen Aufgaben stärkt und das erfolgreiche selbständige Lernen der Schülerinnen und Schüler ins Zentrum stellt. Das IQES-Wirkungsmodell setzt sich aus zehn Elementen zusammen. Diese Elemente einer unterrichtszentrierten Qualitätsentwicklung haben sich alle in der Praxis innovativer Schulen bereits sehr bewährt. Sie verbinden Unterrichtsentwicklung und Gesundheitsförderung, Evaluation und Feedback zu einem wirkungsvollen unterrichtszentrierten Qualitätsmanagement. Das Zusammenspiel der zehn nach folgend skizzierten Handlungsfelder ist darauf ausgerichtet, die Kräfte und beschränkten Arbeitsressourcen der Lehrpersonen auf ihren Kernauftrag zu konzentrieren: auf eine effektive und nachhaltige Förderung der Lernprozesse und -ergebnisse der Schülerinnen und Schüler. Das heißt auf selbstgesteuertes und kooperatives Lernen als fundamentalem Entlastungsfaktor für Lehrende.Die Ergebnisse der Lehrkräftebefragung im Schuljahr 2014/2015 finden Sie hier als Download.
Schülerfeedback Paul-Ehrlich-Berufskolleg
Wir holen jährlich ein bildungsgangübergreifendes Feedback von unseren Schülerinnen und Schülern ein. Das Schülerfeedback wird in Form einer schriftlichen Befragung durchgeführt und verfolgt insbesondere folgende Ziele:- Eine Rückmeldung aus Schülersicht zur Umsetzung unseres Leitbildes ist eingeholt.
- Der kontinuirliche Verbesserungsprozess der Umsetztung unseres Leitbildes ist durch die Gewinnung von vergleichbaren Daten gewährleistet.
- Eine nicht personenbezogene Datengrundlage zur Weiterentwicklung und Findung neuer Unterrichtsentwicklungs- und Schulentwicklungsvorhaben ist gegeben.
- Die Bildungsgangkonferenzen haben auf bildungsgangebene aggregierte Datengrundlage zur Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit.
- Die Zielerreichung von Schulentwicklungsvorhaben auf Basis des Leitbildes ist überprüft.
- Die Wertschätzung der Schülermeinungen und die Schülerbindung an unser Berufskolleg durch Beteiligung sind gewährleistet.
- Die systematische Beteiligung der Schüler*innen an Schulentwicklungsprozessen ist kontinuirlich über einen mittelfristigen Zeitraum sichergestellt.