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Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau

 

Was wissen Schüler*innen eigentlich über Auschwitz und die Shoah? Wie kann man Jugendliche, die keinen persönlichen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus haben, für die Thematik interessieren? Was ist mit Schüler*innen, die selbst eigene Flucht-, Kriegs- oder Rassismuserfahrung gemacht haben?

In Anbetracht des aktuellen Weltgeschehens, wiederauflebenden Antisemitismus und rechter Gewalt in Dortmund ist es schon lange ein Anliegen des PEBKs sich im Sinne des Leitbildes gegen Rassismus und für eine lebendige Erinnerungskultur einzusetzen. Aktuell macht sich das PEBK auf den Weg, Gedenkstättenfahrten als ein weiteres Element der lebendigen Erinnerungskultur zu installieren.

Gedenk Collage

In einem ersten Schritt auf diesem Weg nahm Herr Patrick Hidajat im Rahmen der Qualifizierung Gedenkstättenpädagogik von der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung gemeinsam mit 14 weiteren Kolleg*innen anderer Berufskollegs der Bezirksregierung Arnsberg an einem Job-Shadowing teil, das mit Erasmus+-Mitteln der EU gefördert wurde. Diese Qualifizierung führte die Teilnehmer*innen in die internationale Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz und dem „II Liceum Ogolnoksztalcace im. Czeslawa Milosza“ in Jaworzno. Eine Woche lang besuchten die Teilnehmenden in Polen unterschiedliche Ort des Gedenkens, um sich selbst aus historischer Perspektive fortzubilden, als auch Ideen, Anregungen und didaktische Potenziale für Gedenkstättenfahrten am PEBK zu erschließen.

Kurze Zusammenfassung der Fahrt

Die Qualifizierung führte die Teilnehmenden zunächst in die Stadt Oświęcim, in der ihnen im jüdischen Zentrum und der Synagoge das jüdische Leben bis zu dem Zweiten Weltkrieg nahegebracht wurde. In den Folgetagen besuchte die Gruppe u.a. das Stammlager Auschwitz, das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, die Kunstausstellung des ehemaligen KZ-Häftling Marian Kołodziej und das Arbeitslager Monowitz, das für die Zwangsarbeit der I.G. Farben errichtet wurde.

Bevor es in der Folge weiter nach Krakau ging, gab es in Jaworzno im Rahmen des Job-Shadowing ein Treffen mit Vertreter*innen der städtischen Schulbehörde und Lehrer*innen der berufsbildenden Schule. Dieser Teil der Qualifizierung ermöglichte es den Teilnehmer*innen, in den Austausch über die historische Bildung zum Zweiten Weltkrieg zu kommen. Zudem präsentierten Schüler*innen ihre eTwinning-Projekte, die in Kooperation verschiedener europäischer Schulen entstanden sind.

In Krakau nahm die Gruppe dann an einer geführten Besichtigung entlang ausgewählter Spuren der jüdischen Kultur teil. Zur großen Freude konnte den Teilnehmenden zudem an diesem Tag ein Zeitzeugengespräch mit Rena Rach ermöglicht werden, die in dem von Nationalsozialisten gegründeten jüdischen Ghetto in Krakau geboren wurde und dieses zusammen mit ihren Eltern überlebte. Der weitere Aufenthalt in Krakau wurde schließlich noch für die Besichtigung des Museums zur ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler und dem besetzten Krakau genutzt, ehe am Abend die Reise mit einem Abendessen mit Speisen nach jüdisch-galizischen Rezepten und einem Live-Klezmer-Konzert ausklang.

 

Reflexion der Gedenkstättenfahrt

Bei den Besuchen des Stammlagers und des Vernichtungslagers in Auschwitz wurde deutlich, wie diese Orte des Grauens Betroffenheit bei allen Teilnehmenden hervorriefen und diese Fahrt zu einem beeindruckenden Erlebnis voller Mitgefühl und Gedenken für die Opfer wurde. Als besonders schockierend sind die Räume in Auschwitz in Erinnerung geblieben, die sich den Gegenständen der Opfer widmeten. Es türmten sich Berge an menschlichen Haaren in dem einen Raum, Koffer und Schuhe in den anderen Räumen. Die schiere Masse wirkte extrem bedrückend, auch wenn sie nur einen kleinen Teil des Verbrechens an den Opfern ausmachte.

Das Zeitzeugengespräch mit Rena Rach, aber auch die vielen Geschichten der Teamer Bartholomäus Fujak und Teresa Miłoń-Czepiec vom IBB ließen die Geschichte lebendig werden und ermöglichten einen Zugang zur Geschichte, der über Zahlen und Fakten hinausging. In den abendlichen Reflexionsrunden fanden die Teilnehmenden Gelegenheiten, um Fragen zu stellen und die eigenen Gedanken sowie Gefühle auszusprechen.

In der eigenen Reflexion der Fahrt blieb für Herrn Hidajat vor allem das ehemalige „Weiße Haus“ ein bewegender Ort des Gedenkens. Das sogenannte „Weiße Haus“ war ursprünglich ein Bauernhaus, dessen Besitzer vertrieben worden war. Es war die erste Vergasungsstätte in Auschwitz-Birkenau. Auf den Wiesen um das Haus herum ließ die SS die Asche der ermordeten Menschen verstreuen. Die Grausamkeit dieses Ortes, Menschen bis über den Tod hinaus zu verachten*, löste in ihm den Wunsch nach Schweigen, Gedenken und Stille aus.

*Im Judentum glaubt man an die Auferstehung der Toten, daher ist der Körper heilig und muss unversehrt bleiben. Dies hängt mit der Würde der Toten und der Unsterblichkeit der Seele zusammen.

Ausblick

Ausgehend von einem Impuls der Schulleitung wurde die Idee der Gedenkstättenfahrten im Rahmen der Initiative der Bezirksregierung Arnsberg „Demokratie in internationalen Projekten fördern“ am PEBK diskutiert. Im Anschluss an die Fahrt konnten sich bereits einige Kolleg*innen von der Idee begeistern lassen. Derzeit befindet sich das PEBK in der Konzeptarbeit und der Planung einer ersten Gedenkstättenfahrt mit Schüler*innen. Ziel ist es Lernenden aus unterschiedlichen Bildungsgängen zukünftig eine derartige Fahrt zu ermöglichen, damit diese wiederum in ihren Klassen als Mulitplikator*innen ihre Erfahrungen mit ihren Mitschüler*innen teilen.

Gedenk Gruppenfoto

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